Schnellerer Ausbau der Ladeinfrastruktur bleibt notwendig – auch in der Region Freising, Erding und Pfaffenhofen

Johannes Becher: „Wer will, dass Autofahrer*innen umsteigen, muss Laden überall möglich und bezahlbar machen – auch ohne eigene Wallbox.“

In den Haushaltsberatungen im Bayerischen Landtag hat die Staatsregierung einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt, mit dem zusätzliche 23 Millionen Euro für den Ausbau der Ladeinfrastruktur bereitgestellt werden sollten (vgl. Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur, Stand 22.04.26). Johannes Becher, stellv. Fraktionsvorsitzender der Landtagsgrünen aus Moosburg, spricht von einer vertanen Chance: „Der Bedarf an einer leistungsfähigen und flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Unternehmen und Privatpersonen wächst stetig. Gerade Menschen, die in Mietwohnungen leben und keine eigene Wallbox installieren können, sind auf eine verlässliche und bezahlbare öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen.“

Bürgergetragene Initiativen haben den Ausbau der Ladeinfrastruktur maßgeblich vorangetrieben: So gibt es in Freising bereits 468 Ladepunkte, in Erding 187 und in Pfaffenhofen 221. Doch insgesamt geht der staatliche Ausbau zu langsam voran, um mit der Verkehrswende Schritt zu halten. Zudem sind die Ladepunkte räumlich sehr ungleich verteilt. „Es braucht deutlich mehr Unterstützung aus München, damit die Ladeinfrastruktur überall in der Fläche mitwachsen kann“, soBecher.

Gerade in Zeiten steigender Preise für fossile Energien müsse die Versorgung mit günstiger, sauberer Energie Priorität haben. Becher betont: „Ladeinfrastruktur ist keine Luxusinvestition, sondern eine Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen wirklich auf Elektromobilität umsteigen können.“