Arbeiten am grünen Campus der Zukunft: Grüne Hochschulbautour zu Gast an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) bildet an ihren Standorten rund 6.000 Studierende aus, mit einem klar grünen Profil: von nachhaltigen Agrar- und Energiesystemen über Digital Farming bis zur Landschaftsarchitektur. Ihr Campus in Freising, zu einem Teil auf dem Weihenstephaner Berg gelegen, verbindet denkmalgeschützte Gebäude mit modernen Neubauten.

Im Rahmen der Grünen Hochschulbautour besuchten Verena Osgyan, wissenschafts- und hochschulpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Ursula Sowa, baupolitische Sprecherin, und der Freisinger Abgeordnete Johannes Becher am 22. September den Campus Weihenstephan der HSWT in Freising. Im Mittelpunkt stand der Austausch mit Präsident Dr. Eric Veulliet, Kanzlerin Dr. Karla Sichelschmidt, dem Staatlichen Bauamt Freising und der Studierendenvertretung. Auf dem Programm stand außerdem ein Rundgang über den Campus.

„Die HSWT bildet die Fachkräfte für die grüne Zukunft aus, von der Energie- und Wasserwirtschaft über die Lebensmitteltechnologie bis zum Brauwesen“, so Johannes Becher. „Zugleich hält sie am Standort altes Handwerk lebendig, etwa die lange Weihenstephaner Brautradition. Diese Verbindung aus Zukunft und Tradition macht die Hochschule für Freising und die Region so wertvoll.“

Wie sehr sich das Bauen auf dem grünen Campus über die Jahrzehnte gewandelt hat, ließ sich beim Rundgang unmittelbar ablesen: vom barocken Salettl, in dem der Besuch begann, bis zum preisgekrönten Holzbau „an der Pappelallee“ von Florian Nagler, der 2005 fertiggestellt und mit dem 1. Preis des Holzbaupreises Bayern 2006 ausgezeichnet wurde.

„An kaum einer anderen Hochschule lässt sich so gut ablesen, wie sich nachhaltiges Bauen über die Jahrzehnte gewandelt hat“, betont Ursula Sowa. „Vom Holzbau aus Lärchenholz über die Photovoltaik auf den Dächern bis zur engen Verzahnung von Gebäuden und Grünflächen ist der Campus selbst ein Anschauungsobjekt. Damit das so bleibt, muss der Erhalt der Gebäude denselben Stellenwert bekommen wie der Neubau.“

„Die HSWT denkt Studiengänge und Gebäude konsequent zusammen und ist als erste Hochschule für angewandte Wissenschaften Deutschlands nach EMASplus zertifiziert, ein echtes Vorbild für nachhaltige Hochschulen“, so Verena Osgyan. „Doch auch hier fehlen für den Erhalt der Gebäude die Mittel. Diese Lücke muss der Freistaat schließen, damit gute Lehre und Forschung nicht am Bauunterhalt scheitern.“

Zum Abschluss besuchten die Abgeordneten den Food Startup Inkubator Weihenstephan (FSIWS) am Institut für Lebensmitteltechnologie. Er zeigt, was möglich ist, wenn Lehre, Forschung und moderne Gebäude zusammenkommen.

Ein Dorf in einem Laden: Johan…