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Erste Klimakonferenz des Landkreises Freising

Wie werden Kommunen bei Solarenergieprojekten unterstützt und eingebunden? Wer unterstützt öffentliche Träger im Konfliktfall bei Energieprojekten vor Ort? Welche Potenziale gibt es bei der E-Mobilität? Die Klimakonferenz am kommenden Wochenende dreht sich um die Frage, wie der Landkreis Freising die kommenden 14 Jahre bis zur Energieneutralität im Jahr 2035 gestaltet und wie die Energiewende beschleunigt werden kann.

„Die von uns initiierte Klimakonferenz des Landkreises soll im Dialog mit den Kommunen und der Zivilgesellschaft neue Impulse für die Umsetzung der Energiewende im Landkreis Freising setzen“, betont Dr. Michael Stanglmaier, Kreisrat der Grünen. „Die Dringlichkeit der Klimakatastrophe und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, die uns durch den Ukraine-Krieg drastisch vor Augen geführt wird, zeigen uns ganz klar, dass wir im Landkreis Freising schnellstens umsteuern müssen.“ Der Klimawandel schreite mit stetig zunehmender Dynamik voran und sei nichts, was die Welt irgendwann in ferner Zukunft bedroht, wir sind bereits mittendrin.
Leon Eckert, Bundestagsabgeordneter für die Region Freising, fügt hinzu: „Die Bundesregierung geht beim Klimaschutz ambitioniert voran. Denn was die letzten Jahrzehnte verschlafen wurde, muss jetzt umso schneller aufgeholt werden, um die Klimakrise noch abzuwenden. Das kürzlich von uns verabschiedete Osterpaket wird den so dringend benötigten Ausbau der erneuerbaren Energien entfesseln. Dabei entlasten wir vor allem Kommunen durch die Beschleunigung und Vereinfachung der Planung. Sie werden dazu von den verbesserten finanziellen Beteiligungsmöglichkeiten massiv profitieren. Für den ländlichen Raum sind besonders die Novellierungen bei der Agri-Photovoltaik in Kombination mit hohen Naturschutzstandards gelungen. Ich freue mich, auf der Klimakonferenz mit vielen Beteiligten aus dem Landkreis Freising darüber zu diskutieren und Pläne zu entwickeln, wie wir dieses Paket für Freising und die Region optimal umsetzen können.“

Die Erwartungen der Grünen in die Klimakonferenz sind definiert: Der Ausbau der Windenergie im Landkreis Freising, die Nutzbarmachung versiegelter Flächen, etwa durch Photovoltaik-Parkplatzüberdachungen, aber auch eine Mobilität jenseits der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und eigenem Auto. Genauso wichtig sind neue Impulse für Gebäudedämmung und die Wärmewende. Die Grünen wünschen sich einen regionalen Austausch über die damit verbundenen Herausforderungen auch über die Klimakonferenz hinaus. „Wir können es uns nicht länger leisten, die Chancen der Energiewende nicht zu nutzen“, so Stanglmaier. „Der Landkreis und seine Städte und Gemeinden können auf der Energiekonferenz die Chance nutzen, konkrete Maßnahmen für einen effektiven Klimaschutz im Landkreis zu erarbeiten und gemeinsam umzusetzen.“